Musik macht Laune! 10. Nov 2016 / Kommentare deaktiviert für Musik macht Laune!

Rhythmus in den Beinen? Warum Musik uns zu sportlichen Höchstleistungen motiviert. Wie viel beschwingter trainiert es sich doch gleich, wenn beim Laufen in der freien Natur der Lieblingssong gespielt wird.

 

Mit guter Musik läuft es einfach und die Laune steigt

Dieser Effekt ist keine Einbildung – Musik wirkt sich, das bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien, extrem günstig auf unser Training aus. Mit der richtigen Liedauswahl sind angeblich sogar bis zu 20% Leistungssteigerung möglich. Musik lenkt ab Musik lenkt unsere Aufmerksamkeit weg von unserem beanspruchten Körper. Der Fokus liegt nicht länger auf der eigenen Anstrengung. Stattdessen beschäftigt sich das Gehirn mit dem auditiven Reiz, also der Musik, die er gerade hört. Diese Verschiebung der Aufmerksamkeit hat den positiven Effekt, dass man die eigene Erschöpfung weniger bewusst wahrnimmt und dadurch Höchstleistungen beim Training zeigen kann, als wenn der Fokus auf dem eigenen Körper liegt. Zudem überhören wir bei Musik die akustischen Rückmeldungen unseres Körpers (etwa schweres Atmen), was ebenfalls die wahrgenommene Anstrengung senkt. Musik hebt die Stimmung und motiviert. Das kennen wir alle: bei einem guten Lied fangen wir automatisch an zu Lächeln. Grund für diesen Reflex sind die freigesetzten Endorphine, die Glückshormone, die der Körper ausschüttet, wenn wir unsere Lieblingsmusik hören. Ein Effekt, den wir uns beim Sport zu Nutze machen können. Denn gute Laune gibt einen extra Energie-Kick und lässt uns selbst die anstrengendste Trainingseinheit erfolgreich und in bester Stimmung abschließen.

Welche Musik ist die Richtige?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort, aber grundsätzlich kann man sagen: Je höher das Trainingstempo, desto schneller und lauter darf die Musik sein. Ansonsten entscheidet der eigene Musikgeschmack über das, was anspornt und gefällt. Lassen Sie sich beim nächsten Training einfach mal von der Musik leiten und freuen Sie sich mit jeder Menge Musik im Blut über ein völlig neues Trainingsgefühl. Musik lenkt uns nicht nur von brennenden Muskeln und Erschöpfung ab, sondern löst im Körper auch die Ausschüttung von bestimmten Hormonen aus, die wie körpereigene Schmerzmittel wirken. Dadurch schmerzen die Muskeln weniger, die wahrgenommene Belastung sinkt und der Körper wird wieder leistungsfähiger.

Musik gibt den Takt vor.

Hören wir beim Sport Musik, dann beeinflusst dies unser Bewegungsverhalten. Automatisch passen wir unsere Bewegungen an den Takt der Musik an und geraten so in einen gleichmäßigen Bewegungsrhythmus – dies merkt man z.B. vor allem beim Laufen. Diese Gleichförmigkeit strengt zum einen den Körper weniger an als ungleichmäßige Bewegungen. Zum anderen hilft uns der vorgegebene Takt, länger durchzuhalten. Gleichmäßige Bewegungen führen nämlich dazu, dass der Körper den Bewegungsablauf automatisiert. Dadurch müssen wir uns weniger konzentrieren und haben den Kopf frei, um uns gedanklich mit anderen Dingen zu beschäftigen, während der Körper quasi von allein die Bewegung weiter ausführt 😉

 

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